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bucheule

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Es gibt nichts Schöneres als Bücher. (:

Tolles Setting, spannende Thematik - leider nur weniger sympathische Charaktere

The Tenant of Wildfell Hall - Anne Brontë
Inhalt: The novel is framed as a letter from Gilbert Markham to his friend and brother-in-law about the events leading to his meeting his wife. A mysterious young widow arrives at Wildfell Hall, an Elizabethan mansion which has been empty for many years, with her young son. She lives there under an assumed name, Helen Graham, and very soon finds herself the victim of local slander. Refusing to believe anything scandalous about her, Gilbert Markham discovers her dark secrets. In her diary Helen writes about her husband's physical and moral decline through alcohol and the world of debauchery and cruelty from which she has fled. This passionate novel of betrayal is set within a moral framework tempered by Anne's optimistic belief in universal salvation. The Tenant of Wildfell Hall is mainly considered to be one of the first sustained feminist novels. May Sinclair, in 1913, said that the slamming of Helen's bedroom door against her husband reverberated throughout Victorian England. In escaping from her husband, she violates not only social conventions, but also English law. (amazon)

 

Meine Meinung: Ich stehe dem Roman etwas zwigespalten gegenüber. Einerseits liebe ich das Setting! Geschichten, die im England des neunzehnten Jahrhunderts spielen, haben für mich immer einen gewissen Charme und generell empfinde ich das Leben in dieser Zeit als interessant und spannend, egal wie die Story nun verläuft. Doch leider muss ich gestehen, dass in diesem Fall die Geschichte und die Figuren sich doch etwas negativ auf mein Leseerlebnis ausgewirkt haben. Ich konnte mir nicht wirklich viel Sympathie für die Charaktere abringen, vor allem weil es eben zahlreiche Personen gab, die auch so konstruiert wurden, dass sie dem Leser auf den Geist gehen. (Besonders Mr. Hargrave mit seinen penetranten Avancen gegenüber Helen hat mir den letzten Nerv geraubt! Der Mann versteht auch nicht, wann ein "Nein" ein "Nein" ist.)
Der Roman ... war in meinen Augen auch ernster als die Werke beispielsweise Jane Austens und hat einige sehr heikle Themen behandelt, was natürlich einerseits sehr gut ist, andererseits auch beim Lesen etwas belastet.
Ich habe mich gerne ins Viktorianische England entführen lassen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, unter anderem über Menschen zu lesen, denen ich etwas mehr Herzlichkeit entgegen bringen kann. (Die hielt sich nämlich auch, was die Protagonisten angeht, leider etwas in Grenzen.)

 

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